FDP Saar: Zahl der Überstunden saarländischer Polizisten nicht mehr tragbar – Landesregierung muss Einstellungsoffensive starten und Berufsbedingungen verbessern

19.03.2019

Für den stellvertretenden Vorsitzenden der FDP Saar Helmut Isringhaus ist die Zahl der Überstunden, die saarländische Polizisten vor sich herschieben und immer weiter aufbauen, nicht mehr tragbar. Isringhaus fordert daher eine Einstellungsoffensive bei der saarländischen Polizei:

Die Zahl von fast 100.000 Überstunden im Jahr 2018 verdeutlicht sinnbildlich die Misere bei der saarländischen Polizei. Die Polizisten müssen mit immer weniger Personal immer mehr Aufgaben bewältigen, oft auch über das Saarland hinaus. Überstunden und ein hoher Krankenstand sind eine Folge der Personalpolitik der Landesregierung. Auch ein aktives Gesundheitsmanagement ist dringend notwendig, um den viel zu hohen Krankenstand der Beamten nachhaltig zu verringern. Der Minister sollte den Beamten den Rücken stärken und schnell Konzepte erarbeiten, wie es gelingen kann, den Bewerbermangel bei der Polizei zu stoppen und mit einer Einstellungsoffensive wieder mehr Polizisten einzustellen. Eine Mindestsollstärke von 3000 Polizisten muss in absehbarer Zeit erreicht werden und darf in Zukunft auch nicht mehr unterschritten werden. Der Polizeiberuf muss auch sonst wieder attraktiver werden. Dazu gehört unter anderem eine leistungsgerechte Bezahlung. Es kann nicht sein, dass das Saarland bei der Besoldung der Polizisten bundesweit Schlusslicht ist. Ebenso müssen im Haushalt in ausreichender Weise Mittel für Beförderungen abgebildet sein.“

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