Müller: Aerosolenentwicklung in der kalten Jahreszeit bekämpfen!

Müller: Aerosolenentwicklung in der kalten Jahreszeit bekämpfen!

Wie kann der Luftaustausch an Kindergärten, Kitas und Schulen ausreichend gewährleistet werden?

Nach den Planungen des Bildungsministeriums sehen die Hygienepläne vor, dass die Klassen- und Aufenthaltsräume regelmäßige gelüftet werden. „Solange die Temperaturen entsprechend hoch waren, war das auch eine gute Lösung“, so Heike Müller, FDP familienpolitische Sprecherin .

Nachdem sich jetzt die Wetterlage ändert, die Temperaturen fallen und bald auch der Winter mit Frost vor der Tür steht, muss man sich aus Sicht der FDP neue Gedanken machen. „Wir stehen jetzt vor dem Problem, dass durch regelmäßiges Lüften die Temperaturen in den Innenräumen zu stark sinken und die Kinder im kalten sitzen und an einer Erkältung erkranken“, so Müller weiter. Auf der einen Seite sei es wichtig, dass die Aerosolbildung bekämpft wird, um die Ausbreitung von Corona zu verhindern, auf der anderen Seite müsse aber ein Auskühlen der Räume verhindert werden. Ein Unterricht oder eine Betreuung in Mütze, Schal, Jacken und ggf. Wolldecken seien keine guten Voraussetzungen für Kinder, Lehrer*innen und Betreuer*innen. Regelmäßiges Stoßlüften könne aus liberaler Sicht nur eine Notlösung sein. Den Unterricht alle 20 Minuten unterbrechen, bedeute auch die Unterbrechung von Klassenarbeiten. „Während einer Klassenarbeit den Unterricht unterbrechen, bringt für die Kinder und Jugendlichen viele Nachteile. Sie müssen sich immer wieder neu konzentrieren und das mit Mütze, Schal und Handschuhen. Hier muss es eine andere Lösung geben“, so Müller. 

Man könne sich, um das Auskühlen zu verhindern, z.B. als Alternative zum Lüften den Einsatz von Hochleistungs-Filteranlagen vorstellen. Dies würde aber einen hohen finanziellen Aufwand für die Schulträger (Landkreise, Regionalverband und Kommunen) bedeuten. „In diesem wichtigen Bereich muss daher die Landesregierung schnell Gelder bereitstellen, um den Schulträgern und unseren Kindern zu helfen“, so Müller abschließend.