Müller: Land muss bei Digitalisierung der Bildung endlich die Hausaufgaben erledigen – kaum Mittel für Ausstattung mit Tablets abgerufen

Die familienpolitische Sprecherin der Saar-FDP Heike Müller kritisiert, dass das Saarland nach Angaben des Bundesbildungsministeriums erst gut fünf Prozent der Mittel des Programms zur Ausstattung der Schulen mit Tablets abgerufen hat:

„Es ist unbegreiflich, wie langsam die saarländische Landesregierung bei der Digitalisierung der Schulen agiert. Während bundesweit etwa drei Viertel der Mittel aus dem Sonderprogramm des Bundes für die Ausstattung mit mobilen Endgeräten abgerufen wurden, hat das Saarland gerade einmal knapp fünf Prozent geschafft, beim Digitalpakt sogar noch weniger. Bildungsministerin Streichert-Clivot muss endlich die Zeichen der Zeit erkennen und mehr Engagement in die digitale Ausstattung der Schulen investieren. Auch außerhalb der Pandemie droht das Saarland sonst bei der Bildung abgehängt zu werden. Corona hat nur die Versäumnisse der Politik in Bund und Land aufgezeigt und den Handlungsdruck verstärkt. Hier muss schnellstens gehandelt werden. Der Digitalpakt muss radikal entbürokratisiert werden und sollte dauerhaft für Lehrerfortbildungen geöffnet werden. Zudem sollten aus Sicht der FDP digitale Endgeräte als Lernmittel für bedürftige Familien anerkannt werden. Ein Laptop gehört genauso in die Schulranzen aller Kinder wie ein Bleistift, hier gibt es mehr statt weniger Ungleichheiten. Das Saarland hat immer noch keine Konzepte für die digitale Aus- und Fortbildung der Lehrer, Land und Kommunen haben die Bereitstellung von IT-Infrastruktur verschlafen“.